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Hinweise zum Intranet in der EKKW


 

Nach dem Beschlus der Landessynode wird nun endlich das EKKW-Intranet eingerichtet.
Aufgrund zahlriecher Anfragen und besorgter Anrufe haben wir hier einige Informationen zum Thema EKKW-Intranet für Sie zusammengestellt.
 
Was ist das Intranet und wie wird es in der EKKW realisiert?

Internet kennen Sie alle: über einen Internet-Dienst hat man die Möglichkeit, auf Daten überall in der Welt zurückzugreifen, um Predigthilfen zu finden oder einen Urlaub zu buchen. Das Internet stellt somit ein offenes Netzwerk für alle Nutzer dar.

Das Intranet funktioniert technisch ganz ähnlich, nur dass der Kreis der Nutzer beschränkt ist. Dieses geschlossene Computer-Netzwerk ist vergleichbar mit einem Netzwerk (LAN oder W-LAN), mit dem Sie mehrere Computer bei Ihnen zuhause oder im Gemeindebüro (Büro, Kindergarten, Jugendbereich etc) miteinander verbinden und mehreren Computern den Zugang zum Internet ermöglichen. Wie bei einem privaten Netzwerk können nur angemeldete Nutzer das Intranet mit einer speziellen Zulassung (Passwort, etc.) zum Austausch von Daten und zur internen Kommunikation nutzen. Spezielle Verschlüsselung der Daten und so genannte Firewalls (Brandmauern) schützen das Intranet vor unerlaubten Zugriffen von außen.
Innerhalb des Intranet ist eine gestufte Zulassung möglich, das heißt es kann festgelegt sein, wer auf welche Daten und Dienste zugreifen kann.

Solange ein Intranet lokal begrenzt ist, ist die technische Umsetzung relativ einfach zu handhaben, eben nicht viel anders als bei Ihrem privaten Netzwerk zuhause.
Die Einrichtung des EKKW-Intranet stellt jedoch wesentlich höhere technische Anforderungen an die verwendete Technologie, um die nötige Datensicherheit gewährleisten zu können. Um auf den Zentralrechner (Server) in Kassel zugreifen zu können, z.B. um ein Formular herunterzuladen oder die neueste Lektorenpredigt einsehen zu können, werden im Fall des EKKW-Intranet die Kommunikationswege des Internet über DSL genutzt.
Alle Pfarrämter erhalten die gleichen Rechner mit einem Software-Paket, um das EKKW-Intranet nutzen zu können. Über einen Router (eine Art Verteiler-Station, die auch zur privaten Einwahl ins Internet genutzt werden kann) erhalten diese Rechner die Möglichkeit, via DSL mit dem EKKW-Intranet-Server zu kommunizieren.
Sämtliche Kommunikationsvorgänge im EKKW-Intranet werden verschlüsselt, so dass sie nicht von ungebetenen Beobachtern im Internet ausgelesen werden können.
Der Intranet-Rechner ist mit einer Firewall zum Schutz vor unerlaubten Übergriffen von außen ausgestattet und andererseits stellt eine Art Filter dar, der nur dem Intranet-Rechner den Zugriff auf das EKKW-Intranet erlaubt.

Alle Router sollen zentral von der EDV-Abteilung im Landeskirchenamt in Kassel verwaltet (administriert) werden, das heißt eventuelle Änderungen bei einem Pfarrer-Wechsel werden von dort aus im Router voreingestellt. Die angeschafften Router ermöglichen eine klare, physikalische Trennung von Intranet und möglicher privater Internet-Nutzung. Sollten Sie den Router also für Ihre private Einwahl ins Internet nutzen wollen, bestehen keine datenschutzrechtlichen Bedenken. Sie müssten in diesem Fall aber Ihren privaten PC mit einer Firewall und SPAM- und Viren-Schutz ausstatten. Der Router übernimmt diese Funktionen nicht.

Welche Möglichkeiten bietet das EKKW-Intranet?

Die Einführung des EKKW-Intranet wird den pfarramtlichen Alltag grundlegend verändern. Sicher wird es am Anfang Start-Probleme geben und manches wird zunächst vielleicht auch komplizierter werden, bis die Technik richtig läuft und die Arbeitsabläufe auf dieses neue Medium eingestellt sind. Insgesamt erwarten wir jedoch eine deutliche Arbeitserleichterung durch das EKKW-Intranet

  • Schnellere Kommunikation
    • Das EKKW-Intranet wird es möglich machen, Anweisung direkt am PC zu bearbeiten und an das Kirchenkreisamt zu senden. Damit entfallen Wegzeiten und ein nicht unerheblicher Papierkrieg.
    • Beihilfe-Anträge können direkt über das EKKW-Intranet gestellt werden.
    • Und vieles andere mehr (Vereinfachung von Genehmigungsverfahren, Einsicht in Sachbuchauszüge und Haushaltspläne).
  •  Nutzung von Datenbanken
    • Die Datenbanken für das Meldewesen werden durch das EKKW-Intranet endlich aktuell sein. Die Datensätze, müssen nicht erst langwierig auf Diskette überspielt und auf dem Postweg an die Pfarrämter gesendet werden, sondern können durch die flächendecken Einführung von netKIM direkt in eine zentrale Datenbank eingespeist werden, zu der die Pfarrämter via Intranet Zugriff haben. Eine Begrüßung neuer Mitglieder in der Kirchengemeinde wird dadurch endlich effizient und aktuell.
    • Lektorenpredigten oder sonstige Gottesdiensthilfen (Agenden etc.) können über das EKKW-Intranet genutzt werden.
  • Trennung von Dienstlich und Privat
    Für das EKKW-Intranet werden erstmalig alle Pfarrämter in der EKKW mit Dienst-Rechnern ausgestatte. Damit kann erstmalig in der Pfarramtsverwaltung klar zwischen dienstlichen und privten Dingen unterschieden werden.
Welche Gefahren birgt das EKKW-Intranet?
  • Noch mehr Datenflut und Verwaltung?
    • Neben den vielen Vorteilen, die das EKKW-Intranet bieten kann, gibt es auch mögliche Schattenseiten. So kann es ohne ein vernünftiges Regelwerk für das EKKW-Intranet zu einer Steigerung der Datenflut im Pfarramt kommen. Schon jetzt hat die Dienstpost einen Umfang erreicht, der nur mit strikter Disziplin noch überschaubar ist. Aber wie schnell sind Rundbriefe und Informationen per Email versandt, dazu noch kostenlos. Nur ein Klick genügt dazu.
    • Alle oder die meisten Verwaltungsvorgänge können in Zukunft über das EKKW-Intranet erledigt werden. Das bringt nicht nur eine erhebliche Arbeitserleichterung, sondern kann auch dazu führen, dass noch mehr Verwaltungsaufgaben als bisher von den Pfarrerinnen und Pfarrern erledigt werden müssen. Es kann unserer Meinung nach nicht gewollt sein, dass noch mehr Arbeitszeit von Verwaltungsvorgängen absorbiert wird. Schon jetzt ist die Grenze des Zumutbaren erreicht. Das belegt unsere Studie „Pfarrberuf heute“.
  • Datenschutz
    • Wie alle Kommunikationsvorgänge, die auf elektronischem Weg via Internet und DSL ablaufen, besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Datentransfer und die Kommunikationswege von ungebetenen Gästen „belauscht“ werden, bzw. dass Hacker unerlaubt Daten aus dem Intranet herunterladen. Trotz hochmoderner Verschlüsselungstechnologie besteht immer ein Restrisiko, das es zu minimieren gilt.
    • Alle Kommunikationsvorgänge innerhalb des EKKW-Intranet werden auf dem Server protokolliert. Damit ist es beispielsweise technisch möglich, zu überprüfen, wie oft Sie eine Lektorenpredigt herunterladen. Der Pfarrerinnen- und Pfarrerausschuss wird sich dafür einsetzen, dass für die Nutzung und nötigen Überwachung des EKKW-Intranet ein Regelwerk geschaffen wir, das den höchsten Datenschutz-Standards entspricht.
    • Wenn Sie den DSL-Anschluss des EKKW-Intranet in Ihrer Kirchengemeinde auch dazu nutzen möchten, für private Dinge das Internet zu nutzen, dann wird die Einwahl ins Internet über den Intranet-Router geschehen. Dazu werden Ihre Zugangsdaten (Nutzernamen und Passwörter) benötigt, um den Router so zu programmieren, dass die Einwahl auch für Sie privat möglich wird. Schon Benutzernamen und Passwörter unterliegen dem Datenschutz und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Administratorendaten unterliegen den allgemeinen in Deutschland gültigen Daternschutzbestimmungen, die strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, wenn sie unerlaubt an Dritte weitergegeben würden!

      Die Intranet-Router werden zwar zentral administriert. Das betrifft jedoch nur den Bereich für das Intranet. Jede Einwahl in das Internet über den Intranet-Rechner erfolgt über den Intranet-Server und wird protokolliert.
      Die angeschafften Router lassen jedoch keine Überwachung Ihrer privaten Kommunikation via Intranet zu, da zwei Geräte in einem laufen, die klar, auch physikalisch von einander getrennt sind.
Was sollten Sie unbedingt beachten?
  • Regelwerk zur Wahrung des Datenschutzes
    Das EKKW-Intranet stellt eine Plattform zur internen Kommunikation und zur Nutzung von Datenbanken für seine Nutzer zur Verfügung. Diese Daten gilt es vor dem Zugriff von außen zu schützen. Daher wird die Landeskirche in diesem Bereich selbst das Größte Interesse an der Minimierung der Risiken haben.
    Das EKKW-Intranet schafft jedoch auch die technischen Möglichkeiten dafür, alle Kommunikationsvorgänge innerhalb dieses Netzwerks zu überwachen.
    Der Pfarrerinnen- und Pfarrerausschuss setzt sich daher für die Schaffung eines Regelwerks ein, das den höchsten datenschutzrechtlichen Standards entspricht und möglichst umfassend und klar regelt, was überwacht werden darf und muss und was von einer Überwachung unbedingt ausgeschlossen sein muss.
  • Private Mitbenutzung des DSL-Anschlusses und Routers für das EKKW-Intranet
    Jedes Pfarramt soll einen DSL-Anschluss und einen Intranet-PC erhalten, der sich über einen Router ins das Internet/EKKW-Intranet einwählt. An diesen Router können Sie auch Ihren privaten PC zur privaten Internetnutzung anschließen lassen. Je nach Ausstattung dieser Router, die man zentral administrieren möchte, kann es möglich sein jede Einwahl ins Internet (also auch Ihre private) zu überwachen.
    Zur Überwachung und Protokollierung Ihrer privaten Internetnutzung ist der Dienstgeber jedoch nicht berechtigt!
Private Verträge

Beabsichtigen Sie eine private Mitbenutzung des DSL-Anschlusses und Routers für das EKKW-Intranet, werden Ihre privaten Benutzerdaten zur Programmierung des Routers benötigt. Diese Daten unterliegen ebenfalls dem Datenschutz und dürfen in der Regel nicht an Dritte weitergegeben werden!

  • Bitte überprüfen Sie vor der Herausgabe Ihrer Daten Ihren Nutzungsvertrag und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Ihres Internet- und Maildienst-Anbieters.
    Lassen Ihr Vertrag bzw. die AGB Ihres Anbieters die Weitergabe der Passwörter für den privaten Internetzugang zu?
  • Als Inhaber eines Accounts sind sie mitverantwortlich für die Sicherheit. Für eine unbefugte Weitergabe Ihrer Zugangsdaten können Sie persönlich haftbar gemacht werden.
  • Daher geben Sie Zugangsdaten nie (!) ungeschützt weiter, z.B. per Email.
  • Am besten geben Sie die Daten persönlich und möglichst ohne Zeugen ein, wenn der Router in Ihrem Pfarramt eingerichtet wird.
  • Am sichersten und rechtlich am unbedenklichsten ist es allerdings, wenn Sie für Ihre private Internetnutzung eine eigene Leitung mit eigenem DSL-Anschluss nutzen.
Hilfreiche Links

www.ekkw.de/intranet

Der Datenschutzbeauftragte der EKKW und EKHN
Jürgen Porth
datenschutz@ekhn-kv.de

   


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