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Aktuelles


Inhalt:

 

    Pfarrvertretung
    Gesundbleiben im Pfarrberuf
    Neues Pfarrdienst-Gesetz
    Ablauf-Diagramm zur Pfarrstellen-Anpassung
    40 Jahre Pfarrvertretung in der EKKW

Pfarrvertretung

pv2014

Die neue Pfarrvertrtetung bei ihrer kostituierenden Sitzung:
(v.l.n.r.) Edwin Röder, Alfred Vaupel-Rathke, Claudia Rudolff, Heike Horstmeyer-Fehling, Konrad Schullerus,
Matthias Risch, Armin Beck, Bettina von Haugwitz,, Anja Fülling, Henning Porrmann, Wilfried Marnach, André Lecke, Anette Wenderoth

Sprengel KS

  • Matthias Risch (Vorsitzender)        (André Lecke)
  • Birgit Inerle                                  (Armin Beck)
  • Heike Horstmeyer-Fehling            (Parvis Falatouri)

Sprengel Waldeck Marburg

  • Konrad Schullerus                         (Monika-Dersch-Paulus)
  • Anja Fülling                                   (Joachim Simon)

Sprengel Hanau

  • Henning Porrmann                                (Alfred Vaupel-Rathke)
  • Bettina von Haugwitz, (stellv. Vorsitzende)        (Edwin Röder)

Sprengel Hersfeld

  • Annette Hestermann                       (Claudia Rudolff)
  • Wilfried Marnach                             (Anette Wenderoth)

 

Gesundbleiben im Pfarrberuf

Die Auswertung der Umfrage ist abgeschlossen. Zu den Ergebnissen kommen Sie hier: Befragung.

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Pfarrdienstgesetz

Zum Jahrebeginn 2012 trat das neue Pfarrdienstgesetz in unserer Landeskirche in Kraft. Damit wird aus dem Pfarrerinnen- und Pfarrerausschuss die Pfarrvertretung. Aber nicht nur der Name der Interessenvertretung für die Pfarrerinnen und Pfarrer ändert sich mit dem neuen Gesetz. Die wichtigsten Änderungen sind folgende:

  • Ruhestand.
    Für den Ruhestand gelten neue Regelungen. Der Geburtsjahrgang 1946 ist der letzte Jahrgang, der mit Erreichen des 65. Geburtstags in den Ruhestand treten kann.
    Ab dem Jahrgang 1947 wird die regelaltersgrenze schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Damit vollzieht auch des Pfarrdienstgesetz einen Schritt, der durch die Koppelung des Pfarrbesoldungsgesetzes an das staatliche Beamtenrecht längst vollzogen war.
    Für den Antragsruhestand verschieben sich die Fristen entsprechend nach hinten, ebenso für Pfarrer/innen mit einer anerkannten Schwerbehinderung von mindestens 50%. Das gleiche gilt für die so genannte 62er-Regelung in unserer Landeskirche. Leider konnte die Pfarrvertretung bedingt durch die bestehende Koppelung an das staatliche Beamtenrecht hier keine Ändrung erreichen.
  • Pfarrdienstverhältnis auf Probe
    Aus dem bisherigen Hilfspfarrdienst wird das Pfarrdientverhältnis auf Probe, das abweichend vom EKD-Pfarrdienstgesetz in unserer Landeskirche auch weiterhin mindesten 2 1/2 Jahre und höchstens 5 Jahre dauert.
  • Elternzeit
    Für die Elternzeit gelten weiterhin die Bestimmungen des Landes Hessen. Allerdings verlängern sich die Fristen für den Verbleib im Pfarrhaus. Künftig kann man in der Elternzeit maximal bis zu 18 Monate (bisher 12) auf der Stelle und im Pfarrhaus verbleiben.
  • Vertretungsregelung
    Die Vertretung im Krankheitsfall ist künftig von der/dem Dekan/in zu organisieren. Nur bei planbaren Abwesenheiten, wie z.B. Urlaub oder Fortbildungen, muss der/die Pfarrer/in für eine Vertretung sorgen.
  • Befristung von Funktionspfarrstellen
    Funktionspfarrstellen sind grundsätzlich befristet auf 7 Jahre. Es besteht aber unbegrenzt die Möglichkeit, sich erneut auf die bisherige Stelle zu bewerben. In EInzelfällen soll von dieser Regel abgewichen werden können. Das betrifft derzeit vor allem die Pfarrstellen in der Schule, die bei einer Befristung vom Wegfall bedroht wären.
  • Fristen für Teildienstverhältnisse
    Auf Betreiben der Pfarrvertretung wurde die Frist, nach der man ein Teildienstverhältnis wieder "aufstocken" kann im neuen Pfarrdienstgesetz von bisher fünf Jahren auf nur noch 2 1/2 Jahre verkürzt. Die bisherige Fünf-Jahres-Regelung schaffte zwar für die Gemeinden eine gewisse Planungssicherheit, doch bedeutete sie für Pfarrerin eine unbillige Härte durch den Verlust von Anwartschaften bei den Ruhegehaltsansprüchen.
  • Erreichbarkeit
    Das neue Pfarrdienstgesetz nimmt erstmalig auch die Möglichkeiten der modernen Kommunikationstechnik in den Gesetzestext auf. Erreichbarkeit bedeutet danach auch die Erreichbarkeit über Anrufbeantworter, Handy oder Anrufweitershaltung. Bezüglich der Abwesenheiten gilt die bisherige 36-Stunden-Regelung weiter, wonach man bis zu 36 Stunden ohne Abmeldung bei Dekan/in aus der Gemeinde fernbleiben kann.
  • Vertretung für Schwerbehinderte
    Das neue Pfarrdienstgesetz nimmt auch eine lange Forderung der Pfarrvertretung auf und regelt erstmalig die Vertretung der Pfarrerinnen und Pfarrer mit einer Behinderung. Deren Belange werden durch die Pfarrvertretung wahrgenommen. Das Landeskirchenamt beruft eine Vertrauensperson für Pfarrer/innen mit Behinderung, die zu den Sitzungen der Pfarrvertretung einzuladen ist, wenn dort Belange der Schwerbehinderten verhandelt werden.

Das neue Pfarrdienstgesetz ist in unserem Service-Bereich eingestellt. Dort können Sie den gesamten Gesetzestext einsehen.

Diagramm zur Pfarrstellen-Anpassung

Nachdem es immer wieder Nachfragen zum Aublauf der Pfarrstellen-Anpassung aus dem Kreis der Pfarrerinnen und Pfarrer an die Pfarrvertretung herangetragen wurden, haben wir ein Diagramm entwickelt, das die wichtigsten Schritte der Pfarrstellen-Anpassung aufzeigt.

Eine Checkliste über die einzelnen Schritte bei der Aufhebung einer Pfarrstelle ist derzeit in Arbeit.

Zum Diagramm 

40 Jahre Pfarrvertretung in der EKKW

Im Sommer 2014 feierte die Pfarrvertretung ihr 40jähriges Jubiläum. Damit ist die kurhessische PFarrvertretung eine der ältesten Interessenvertretungen der Pfarrerschaft innerhalb der EKD.

  "Gewöhnlich werden 50jährige Jubiläen gefeiert, aber weil zum Zeitpunkt der Planungen alles nach einem großen personellen Umbruch anlässlich der Neuwahlen aussah, haben wir uns entschieden, das Vierzigste zu feiern", begründete der langjährige Vorsitzende Andreas Rohnke in seinem Festvortrag die Entscheidung schon jetzt zu feiern.
 Zu einer kleinen Feierstunde am Vorabend der konstituierenden Sitzung der neuen Pfarrvertretung hatte man die "alten" und die "neuen" Mitglieder sowie alle ehemaligen Vorsitzenden eingeladen.

In seinem Festvortrag blickte Andreas Rohnke zurück auf Entwicklungen der vierzigjährigen Geschichte des Gremiums.
 Aufgrund des damals geringen Organisationsgrades im Pfarrverein hatte dieser die Initiative zur Gründung einer gewählten Interessenvertretung der Pfarrerinnen und Pfarrer ergriffen, so dass 1974 die ersten Wahlen stattfanden und das neue Gremium seine Arbeit unter dem Vorsitz von Pfrin. Dietgard Meyer aufnahm.
 Seither hat sich das Klima zwischen der Pfarrvertretung und der Kirchenleitung grundlegend verändert. Wussten Bischof und Prälat anfangs nichts so recht anzufangen mit einer Art Personalrat der Pfarrer - schließlich wusste man als Kirchenleitung doch am besten, was für die Pfarrerschaft gut ist -, ist das anfänglich Misstrauen einer konstruktiven Zusammenarbeit gewichen, auch wenn die inhaltlichen Positionen mitunter sehr kontrovers sind.

Nahezu in jeder Wahlperiode stand das Thema "Pfarrhaus" auf der Agenda der Pfarrvertretung. Ging es anfangs um Veränderungen bei den Nebenkosten, wurden verursacht durch die Finanzbehörden den Pfarrerinnen und Pfarrern immer weitere Belastungen aufgebürdet, die letztlich als Übergriffe auf das Gehalt zu werten seien, so Rohnke. Neben den Veränderungen beim steuerlichen Mietwert, der zurzeit neu verhandelt wird, kam als weitere Belastung die Schönheitsreparaturen-Pauschale hinzu.
 In den letzten Jahren wandten sich Kollegen und Kolleginnen verstärkt wegen baulicher Mängel an den Pfarrhäusern bzw. deren hohen Energiekosten an die Pfarrvertretung.

Galt es in den Anfangsjahren des Bestehens des Pfarrerausschusses noch die vielen Vakanzen zu bewältigen, z.B. durch die Einführung einer Ausbildung für Pfarrverwalter, änderte sich zu Beginn der 1980er Jahre die Situation grundlegend. Die so genannte "Pfarrer-Schwemme" erreichte auch unsere Landeskirche und es wurden eine Reihe von Maßnahmen notwendig, um nach Möglichkeit alle geeigneten Bewerberinnen und Bewerber in den Pfarrdienst übernehmen zu können. In den Erprobungsgesetzen wurde das Eingangsgehalt gesenkt, die Pflicht zur Stellenteilung für Pfarr-Ehepaare eingeführt und das Pfarramt im Ehrenamt geschaffen.
 Inzwischen steht die Landeskirche vor ganz anderen Herausforderungen, die von der Pfarrvertretung kritisch-konstruktiv begleitet werden. Der Mitglieder-Rückgang machte vor einigen Jahren die Streichung von Pfarrstellen erforderlich. Dazu wurde eine die lange angewendete Odenwald-Formel zu Berechnung der Pfarrstellen durch die EKKW-Formel ersetzt.
 Mittlerweile wird über ganz neue Formen der Pfarrstellen-Bemessung nachgedacht und aus der "Pfarrer-Schwemme" der 1980er Jahre wird eine "Pensionierungswelle", die trotz Stellenstreichungen nicht mehr durch theologischen Nachwuchs auszugleichen ist. Die Pfarrvertretung steht vor der Notwendigkeit, sich aktiv in die Diskussionen um das Pfarrbild und die Arbeitsstrukturen im Pfarrberuf einzubringen und zu positionieren.

Dazu könne sich auf die Ergebnisse von mittlerweile zwei empirischen Studien zum Pfarrberuf zurückgreifen, die von der Pfarrvertretung durchgeführt wurden. Im Jahr 2003 wurden alle Pfarrerinnen und Pfarrer der Landeskirche nach Arbeitsbedingungen, Berufszufriedenheit und Leitbildern und Vorstellungen zum eigenen Beruf befragt. Anlass damals sei die Studie der Theologischen Kammer "Das Amt des Pfarrers und der Pfarrerin in der modernen Gesellschaft" gewesen.
 Im vergangenen Jahr schließlich führte die Pfarrvertretung eine Befragung zu "Gesundheitsressourcen und Belastungspotenzialen im Pfarrberuf" durch, nachdem das Thema Burnout im Pfarrberuf die Beschäftigung mit Fragen des Gesundheitsmanagements und der gesunden Arbeitsbedingungen in den Mittelpunkt der Arbeit des Gremiums hatte rücken lassen.

Als "vornehmste Pflicht der Pfarrvertretung" bezeichnete Rohnke in seinem Vortrag aber die Beratung und Begleitung von Pfarrerinnen und Pfarrern in dienstrechtlichen Fragen und bei Konflikten mit der Kirchenleitung.

Pfr.i.R. Herbert Peter ergänzte in seinem Grußwort den Festvortrag durch eigene Erinnerungen aus der Anfangszeit des Pfarrerausschusses. Dr. Obrock überbrachte die Grüße der Prälatin und konnte in seinem Grußwort eine Einschätzung der Kirchenleitung zu Beginn der 1970er Jahre zur "Überflüssigkeit einer Interessenvertretung für die Pfarrer" zum Besten geben.

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Feierstunden dankte der scheidende Vorsitzende, Henning Porrmann, allen Rednern. Zum Dank für seine über 11jährige Tätigkeit als Vorsitzender der Pfarrvertretung dankte er besonders Andreas Rohnke, der zur "Professionalisierung der Pfarrvertretung" beigetragen habe.
ex_vorsitz
Ehemalige Vorsitzende der Pfarrvertretung bzw. des Pfarrerausschusses: (v.l.n.r.) Herbert Peter, Lothar Grigat, Jürgen Renner, Claudia Brinkmann-Weiß
Andreas Rohnke, Henning Porrmann


 

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